Schiedsrichter: Sven Rambke

Tore: 1:0 Jasper (23.), 2:0, 3:0 Erdmann (30., 60.)

Aufstellung ISV: M. Chionidis – B. Rexhepaj (60. S. Chionidis), T. Rexhepaj, Leskien, Firat – Kiel, Aydogan, Sobottka, Zabojnik (46. Langer) – Geberlin (46. Tabel), Höfer

 

 

0:3 im Büsum – nach einer schwachen Vorstellung eine verdiente Niederlage unseres ISV beim Westküstennachbarn. Bei schönem Fußballwetter entwickelte sich vor rund 75 Zuschauern zunächst ein ausgeglichenes Spiel, bei dem es in in den ersten 30 Minuten keine Höhepunkte gab. Als Tabellendritter agierte Büsum überraschend zurückhaltend, wurde von zu zaghaften Itzehoern allerdings auch nie in Verlegenheit gebracht.

Als in der 30. Minute der bis dahin solide verteidigende Firat bei einem Ausflug weit in der gegnerischen Hälfte den Ball verlor, klaffte in der itzehoer Abwehr ein Loch, das die Büsumer mit einem schnell ausgeführten Angriff nutzten. Ergebnis: Jasper stand mutterseelenallein vor Matteo Chionidis, ließ sich nicht lange bitten – 1:0 für Büsum!

Eine Trotzreaktion unseres Teams erfolgte nicht. Ganz im Gegenteil: Büsum gewann an Sicherheit, wurde daran auch kaum ersthaft gefordert. Und war dann bei erneut schläfrigem Abwehrverhalten des ISV  das wachere Team. Ein weiterer schneller Konter wurde zügig ausgespielt, diesmal sah sich Erdmann keinem Gegenspieler gegenüber – 2:0 für Büsum in der 30. Minute. Und es hätte noch schlimmer kommen können, doch Keeper Chionidis verhinderte mit zwei Glanzparaden gegen allein auf ihn zulaufende Angreifer einen höheren Rückstand. Mit der zwei-Tore-Führung der Platzherren ging es dann in die Pause.

Von einem Aufbäumen unseres ISV in der zweiten Halbzeit konnte nach zunächst etwas engagierterem Beginn leider nicht die Rede sein. Zwar bemühten sich die eingewechselten Langer (für Zabojnik) und Tabel (für Geberlin) um mehr Durchschlagskraft im Angriff, doch schon bald nivellierte sich die Mannschaftsleistung wieder in einen unteren Bereich. Das kam Büsum natürlich sehr entgegen: Das Team um Trainer Sascha Thiessen musste gar nicht allzu tun, den ISV in Schach zu halten und dann und wann einen eigenen Angriff zu starten.

Wie in der 60. Minute: Erneut konnte unsere Abwehr nicht sauber klären, erneut Erdmann kam frei zum, Schuss – 3:0 für Büsum. Damit war das Spiel entgültig entschieden. Erst nach der 60. Minute kam der ISV zu seiner ersten (!) echten Torchance im Spiel -doch der frei vor dem gegnerischen Tor auftauchende Tabel brachte den Ball nicht am Keeper vorbei. Routiniert und ohne Probleme spielte Büsum die Partie herunter, der ISV ergab sich frustriert und niedergeschlagen in sein Schicksal.  Als einziger Spieler mit Normalform erwies sich Matteo Chionidis, der mehrfach weitere Einschläge im Itzehoer Tor verhinderte.

Der Schlußpfiff wirkte dann auch wie eine Erlösung. Ein rabenschwarzer Tag für unseren ISV, der aber nicht allzulang mit sich hadern sollte: Bereits nächsten Sonntag gibt es beim Heimspiel gegen den TSV Buchholz die Gelegenheit, frisches Selbstvertrauen zu tanken und mit einer guten Leistung das Büsum-Spiel vergessen zu machen.