Schiedsrichter: Michael Höck

Tore: 0:1 Sulz (50.), 1:1 Zabojnik (88.), 2:1 Zabojnik (90.), 3:1 Brown (90. +2)

Aufstellung ISV: Chionidis – T. Rexhepaj, Leskien, Firat, Kiel – Sobottka, Aydogan 67. Tabel), Kiel, Seferi – Geberlin (55. Zabojnik), Höfer (65. Lotz)

 

 

Vor rund 120 Zuschauern auf dem Lehmwohld  übernahm unser ISV von Beginn an die Initiative, ohne allerdings zunächst zu wirklich zwingenden Torchancen zu kommen. Krempes Taktik beschränkte sich auf die Sicherung des eigenen Strafraums, was über weite Strecken der ersten Hälfte gut funktionierte. Die Gäste standen solide aufgestellt, und mit viel kämpferischem Einsatz unterbanden sie manch hoffnungsvolle ISV-Aktion.

So blieben Chancen rar gesät. Ein Itzehoer Kopfball verfehlte sein Ziel, Mitte der ersten Hälfte zappelte nach einer schönen Kombination der Ball gar im Kremper Tor – doch Schiri Höck erkannte auf Abseits. Trotz des Itzehoer Übergewichts dann doch ein Schreckmoment für unser Team kurz vor der Pause. Von halblinks setzte sich ein Kremper Stürmer im Strafraum durch, zog ab – doch mit einer reaktionsschnellen Flugparade lenkte Chionidis den Ball zur Ecke. Erfreulich bis zur Pause – trotz des fehlenden Tors – die konstante Mannschaftsleistung unseres Teams, die mit vielen weiten Bällen Krempe zu reichlich Laufarbeit zwang. Mit dem 0:0 ging es dann zum Pausentee.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Krempe die erste Riesenmöglichkeit, doch nach einem Abwehrfehler hoppelte der Ball nur knapp links neben dem ISV-Gehäuse vorbei. Die darauffolgende Ecke nutzten die Kremper dann – unterstützt von einem Fehler der Itzehoer Abwehr – zur Führung. Sulz schnappte sich den Ball, fackelte nicht lange – 1:0 für Krempe! Unser Team brauchte rund eine Viertelstunde, um sich von diesem Nackenschlag zu erholen.

Mit Tabel, Zabojnik und Lotz brachte Trainer Lützen in der Folge dann drei frische Spieler. Das zahlte sich in der Folgezeit aus: Der Itzehoer Druck wurde höher, Krempe zollte mit zunehmender Spieldauer dem hohen eigenen Laufpensum immer mehr Tribut. Doch das gegnerische Tor blieb weiterhin wie vernagelt. Ein gefährlicher Freistoß von Brown verfehlte  knapp sein Ziel, eine weitere Gelegenheit jagte Rico dann nur rechts neben das Tor. Doch unser Team gab nicht auf und setzte weiter nach.

Freistoß ISV, Zabojnik reagierte am schnellsten – 1:1 in der 88. Minute! Doch das war noch nicht alles, es folgten turbulente Schlußminuten. Immer wieder brandete der Itzehoer Sturm in den Kremper Strafraum. Und erneut Zabojnik avancierte in der 90. Minute zum Matchwinner: Sein Treffer zum 2:1 wurde von Team und Zuschauern lautstark gefeiert.

Das Sahnehäubchen zum Schluß servierte dann Mittelfeld-Zauberer Rico Brown. Gegen jetzt zusammenbrechende Kremper spielte sich Itzehoe locker durch, Brown bewies Augenmaß und besorgte mit einem herrlichen Lupfer in der zweiten Minute der Nachspielzeit den 3:1-Endstand. Abpfiff – und nur noch Jubel allerorten, bis auf die fassungslos auf dem Rasen liegenden Kremper. An diesem Tag hat es unser ISV endlich geschafft, das Glück zu zwingen – und wurde mit drei Toren in vier Minuten für nimmermüden Einsatz auch verdient belohnt.