Kreisliga West, 19. Spieltag Itzehoer SV – SW St. Michaelisdonn 2:1 (0:1)

Tore: 0:1 Oesau (42.), 1:1 Leskien (56, Fouelfmeter), 2:1 Leskien (83.)

Bes. Vorkomnisse: Rot für Dora (St. Michel, abs. Handspiel / 38.), Rot für Triumf Rexhepaj (ISV, Tätlichkeit / 53.)

Aufstellung ISV:

  1. Chionidis – Staecker, Firat, Kiel, Leskien, Zabojnik (71. Staebe), Aydogan (46. B. Rexhepaj), T. Rexhepaj, Baer – Brown, Smailhodzic (8. Tabel)

 

Vor rund 70 Zuschauern machte es der ISV zum Start in die Rückserie 2017 unerwartet spannend.

Die Rollen schienen klar verteilt: Alles andere als ein Sieg des Tabellendritten Itzehoe über den Vorletzten St. Michel wäre eine dicke Überraschung gewesen. Doch den Gästen gelang es, die Partie über weite Strecken offen zu halten.

Der ISV fand nur schwer ins Spiel. Offensive Aktionen waren rar gesät. Die Gäste konnten sich mit zunehmender Spieldauer immer besser auf den Gegner einstellen und hatten so wenig Mühe, unser Team in Schach zu halten. Der erste halbwegs gefährliche Angriff fand in der 15. Minute statt: Nach einem Freistoß verfehlte ein Brown-Kopfball deutlich sein Ziel. In der 38. Minute dann eine vermeintlich vorentscheidende Szene für das Lehmwohld-Team. Dora spielte den Ball absichtlich mit der Hand . Konsequenz: Rote Karte und Platzverweis! Doch auch gegen nun nur noch zehn Gäste plätscherte das Spiel über weite Strecken weiter nur so dahin. Itzehoe ließ sich von den unauffälligen, aber aufmerksamen  St. Michelnern einlullen – und bekam in der 42. Minute die Quittung.

Freistoß St. Michaelisdonn auf der rechten Seite. Der Ball saust in den ISV-Strafraum, Oesau steht völlig blank und braucht nur den Kopf hinzuhalten – 0:1 kurz vor der Halbzeit! Das Tor bedeutete gleichzeitig die einzige Chance der Gäste in der ersten Hälfte – das nennt man optimale Chancenverwertung. Mit diesem Resultat ging es dann auch in die Pause.

Für die zweiten 45 Minuten hatten sich unsere Jungs sichtbar etwas vorgenommen. Doch nach wie vor mangelte es an einer zwingenden Umsetzung. Zu rasch wurden Bälle wieder verloren, auch fehlte es im Mittelfeld an Ideen. Zwar kam es nun häufiger zu eigenen Torchancen (Tabel, Brown), etwas wirklich Brauchbares war allerdings noch immer nicht darunter. So mußte ein Elfmeter herhalten: Foulspiel im Michaelisdonner Strafraum, Leskien schnappte sich den Ball – und verwandelte in der 56. Minute sicher zum 1:1-Zwischenstand.

Nun endlich wurden die ISV-Aktionen zwingender, wenn auch nicht unbedingt präziser. St. Michel wollte das Remis über die Zeit retten und machte durch Kampf und Einsatz unseren Spielern wiederholt das Leben schwer. In der 83. Minute stellte dann erneut Leskien die Weichen auf Sieg: Nach einem Angriff der Platzherren prallte der Ball nur ab, Wiegand genau vor die Füße – der reagierte blitzschnell und es stand sieben Minuten vor dem Ende 2:1 für Itzehoe!

Die Schlußviertelstunde war die stärkste Phase unserer Mannschaft, besonders nach dem 2:1 boten sich einige Hochkaräter zur entgültigen Entscheidung. Doch beste Chancen aus Nahdistanz blieben ungenutzt (Staebe, Brown, Tabel). So sehnte man den Abpfiff herbei, der nach einigen Minuten Naachspielzeit schließlich auch erfolgte. Die Punkte blieben wir erwartet am Lehmwohld – aber fürs kommende Wochenende beim Auswärtsspiel in Heiligenstedten muss eine deutliche Leistungssteigerung her, um nicht – wie in den letzten Jahren – den dortigen Platz mit leeren Händen zu verlassen.