FC Offenbüttel – Itzehoer SV 09 1:3 (0:1)

Tore: 0:1 Firat (40.), 0:2 Zabojnik (58.), 1:2 Husen (73.), 1:3 Zabojnik (90. +2)

Startaufstellung ISV: M. Chionidis – Staecker, B. Rexhepaj, Kiel, Firat – T. Rexepaj, Seferi, Langer, Leskien – Lotz, Zabojnik

Vor rund 70 Zuschauern in Offenbüttel machte Trainer Lützen aus der Personalnot eine Tugend: Geberlin und Tabel standen verletzt nicht zur Verfügung, Torjäger Brown fehlte beruflich bedingt ebenfalls. So setzte der ISV vornehmlich auf Kampf, ein in der Nachbetrachtung richtiges Konzept an diesem Nachmittag.

Die erste halbe Stunde verlief ausgeglichen. Beide Abwehrreihen standen sicher, die (wenigen) Chancen waren verteilt. Eine starke Partie lieferte Kenneth „Kenny“ Staecker auf der linken Seite. Nach hinten aufmerksam, gab er auch viele Impulse nach vorne. In der 36. Minute scheiterte Leskien mit einem Schuß nur knapp. In den letzten 15 Minuten übernahm Itzehoe immer mehr die Spielkontrolle. Und durfte kurz vor der Pause jubeln: In der 40. Minute fackelte der weit mit aufgerückte Enes Firat nicht lange, ein trockener Schuß aus halbrechter Position – 1:0 für den ISV, gleichzeitig der Halbzeitstand.

Mit viel Energie kam Offenbüttel aus der Kabine. Die zweiten 45 Minuten standen klar im Zeichen der Heimelf: Itzehoe konnte den Positivtrend der 1. Hälfte nicht fortsetzen und hatte alle Mühe, die energisch auf den Ausgleich drängenden Offenbütteler vom Tor fernzuhalten. Mehrfach stand unseren Jungs bei vielversprechenden Gelegenheiten der Dithmarschener das Glück zur Seite. Und natürlich auch – mal wieder – Torhüter Matteo Chionidis. Er hielt die knappe Führung fest und zeigte z. B. beim Schuß eines frei auf ihn zulaufenden Gegners eine Glanztat.

Itzehoer Chancen fanden kaum mehr statt, zu sehr war man mit der Abwehrarbeit beschäftigt. Den in der Luft liegenden Ausgleichstreffer hatten sich die Offenbütteler aufgrund ihres nimmermüden Einsatzes längst verdient – da kam es ganz anders: Praktisch den ersten eigenen Konter der zweiten Hälfte nutzte der ISV. Zabojnik mogelte sich in den Strafraum, zog ab – 2:0 für Itzehoe in der 58. Minute!

Doch die Heimelf ließ sich nicht schocken, sondern setzte ihr kampfbetontes Spiel unbeirrt fort. Und wurde belohnt: In der 73. Minute halfen weder Glück noch Chionidis – 1:2 für Offenbüttel! Nun begann eine dramatische Schlußviertelstunde. Mit viel Einsatz gelang es dem ISV, einen weiteren Einschlag im eigenen Gehäuse zu verhindern. Und konnte ganz zum Schluß noch einmal jubeln: Erneut Zabojnik reagierte am schnellsten, 3:1 für Itzehoe in der zweiten Minute der Nachspielzeit.

Zu Recht hängende Köpfe bei aufopferungsvoll fightenden Offenbüttelnern, strahlende Gesichter beim ISV.

Dessen Spieler und Umfeld sich mit diesem Erfolg gleich doppelt belohnten: Denn ISV-Schiedsrichterobmann und Relax Sportsbar-Besitzer Mehmet Sisman hatte ausgelobt, im Falle eines Sieges zum Pizzaessen in sein Lokal zu laden. Mit viel guter Laune – und viel gesundem Appetit – ging der Spieltag dann zu Ende. Und vielleicht hilft das ‚Pizza-Doping‘ ja noch einmal: Denn auch bei einem Sieg kommende Woche in Marne winkt den Spielern erneut eine genußreiche dritte Halbzeit. Danke, Mehmet Sisman!