Tor: 1:0 Wiegand Leskien (90., Foulelfmeter nach Tätlichkeit Heide)

SR: Dennis-Christian Korth

Rote Karten:  Pascal Bär (ISV/48./Notbremse), Bastian Sticken (HSV/90./Tätlichkeit)

Startaufstellung ISV:

Engels – Stäcker, Baer, Langer, Seferi (46. Sobottka), Kiel – Tabel (70. Geberlin), Leskien, Lotz – Höfer, Brown (90. Staebe)

Spieler des Spiels: ISV-Keeper Patrick Engels. Der Chionidis-Vertreter war
mehr als ’nur‘ Ersatz und legte mit Ruhe, Umsicht und guten Reflexen
das Fundament für den späteren 1:0-Erfolg.

 

 

Gelungener Saisonstart für den ISV 09 – und gleichzeitig ein hochdramatischer! Für die neuformierte ISV-Elf galt das Motto: Standortbestimmung. Mit dem Gegner Heider SV II hatte man ein Team zu Gast, das als Verbandsliga-Absteiger Ambitionen auf Platz 1 der Kreisliga anmeldet. Mit dem nötigen Quentchen Glück im Gepäck endete die Partie schlußendlich nicht unverdient mit einem 1:0 (0:0)-Erfolg der Lehmwohld-Jungs. Aber bis dahin war es ein hartes Stück Arbeit.

Heide kam vom Anpfiff weg besser ins Spiel und dominierte klar die Anfangsphase. Der ISV konzentrierte sich zunächst auf Ballsicherung und sichere Arbeit nach hinten. Es war spürbar, dass sich die neuformierte Mannschaft erst finden musste. Die (wenigen) Angriffsbemühungen des ISV wurden von Heide zu diesem Zeitpunkt problemlos neutralisiert. Zwangsläufig kamen die Gäste dann zur ersten Chance des Spiels, doch einen Schuß aus dem Halbfeld konnte Keeper Engels zur Ecke abwehren.

Erst in der 30. Minute kam der ISV erstmals gefährlich vor den  gegnerischen Kasten, eine Direktabnahme von Kevin Tabel verfehlte das Tor nur knapp. Zum Ende der 1. Hälfte kam Heide  immer näher an an einen Treffer heran. Doch gutklassige Chancen blieben ungenutzt: Nach Ballverlust im Mittelfeld flog der Ball übers ISV-Tor, Ecken segelten gefährlich durch den Itzehoer Strafraum. Die größte Möglichkeit um die 35. Minute: Keeper Engels war schon geschlagen, doch ein strammer Heider Rechtsschuß knallte klatschend an den Pfosten.

Mit dem 0:0  ging es dann in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Hälfte schickte Trainer Lützen Knud Sobottka für Albion Seferi auf den Platz. Er sorgte sofort für Belebung im Mittelfeld, und nicht nur dank seiner Einwechslung kam Itzehoe nun immer besser ins Spiel: Das gesamte Team konnte sich mit zunehmender Spieldauer stärker in Szene setzen und erarbeite sich phasenweise sogar ein optisches Übergewicht. Und es gab die erste ganz dicke Torchance für den ISV: Der  ein großes Arbeitspensum absolvierende Lotz kam perfekt angespielt im Strafraum in Ballbesitz, konnte sich im entscheidenden Moment jedoch nicht zu einem Schuß entscheiden – Heide klärte.

Sobottka wurde  von Brown mit weitem Paß glänzend in Szene gesetzt, scheiterte aber ebenfalls. Praktisch im Gegenzug eröffnete sich Heide erneut die Chance zum Führungstreffer, doch auch hier verfehlte der Ball das Ziel. In der 48. Minute dann ein Schockmoment für den ISV: Der bis dahin souverän agierende Pascal Baer erhielt vom insgesamt umsichtig leitenden Schiedsrichter Korth aufgrund einer Notbremse vertretbar die rote Karte.

Die nun mit nur noch 10 Mann agierenden Itzehoer brauchten rund zehn Minuten, sich neu zu sortieren. In diese Phase fiel die nächste große Heider Gelegenheit, die allerdings erneut übers Tor ging. Leskien bot sich von halbrechts eine weitere Itzehoer Chance – Heides Torhüter Wolfmeier reagierte mit starkem Reflex.  Trainer Lützen schickte einen zusätzlichen frischen Mann aufs Feld: Geberlin ersetzte Tabel und fügte sich kampfstark ins Team ein.

Erneut Leskien bot sich rund 15 Minuten vor dem Ende die dicke Möglichkeit zum 1:0 – doch sein Schuß verfehlte das Ziel nur knapp. Die letzten Minuten verliefen turbulent mit Gelegenheiten auf beiden Seiten. Unser Team fightete, und längst war nicht mehr zu erkennen, dass Itzehoe in Unterzahl spielte. Heide hingegen musste dem bisherigen Tempo sichtbar körperlichen Tribut zollen.

Nach einer weiteren ISV-Einwechslung (Staebe für Brown) dann die späte Entscheidung. Völlig ohne Not beging Heides Sticken im eigenen Strafraum eine Nachtret-Tätlichkeit gegen den noch am Boden liegenden Höfer – klare rote Karte, und: Elfmeter für den ISV! Leskien schnappte sich den Ball und behielt die Nerven: Unhaltbar jagte er das Leder in der 90. Minute halbhoch links zum vielumjubelten 1:0 für den ISV ins Netz. Kurze Zeit danach ertönte der Schlußpfiff – und erstmals seit vielen Monaten blickte man im Lerhmwohld-Stadion in rundum beglückte Gesichter, nicht nur auf dem Spielfeld.

Geglückter Start also für den ISV 09, und: Dieser Sieg macht Appetit auf mehr!