Tore: 1:0 Clausen (35.), 1:1 Geberlin (46.), 2:1 Lubowicki (52.), 2:2 Leskien (65./Foulelfmeter)

Startaufstellung ISV: M. Chionidis – B. Rexhepaj, T. Rexhepaj, Firat, Kiel – Langer, Leskien, Lotz  – Tabel, Geberlin, Seferi

 

ISV-Debüt beim SSV Lunden – mit einer Punkteteilung, die man gern mitnimmt; denn es hätte auch unglücklicher laufen können beim starken Aufsteiger. Unser Team startete mit viel Schwung. Bereits in der Anfangsphase kamen Lotz und Geberlin zu ersten Abschluß-Möglichkeiten. In den  ersten 45 Minuten entwickelte sich ein abwechslungsreiches und kampfbetontes Spiel. Doch wie so oft in dieser Saison hatte unser Team zunächst das Nachsehen: In der 35. Minute kam Lunden zu einer großen Einschußchance, die von Clausen auch prompt zum 1:0 genutzt wurde.

Praktisch im Gegenzug setzte sich Tabel auf links durch, verpasste mit seinem Schuß aber nur knapp den Ausgleich. Ein Kopfball von Lotz knallte an die Unterkante der Latte, von da auf die Torlinie – Treffer oder nicht? Der Schiedsrichter ließ die Partie weiterlaufen. Und es blieb weiter spannend: Eine dicke Lunden-Chance kratzte der ISV gerade noch von der Linie. Kurz vor dem Seitenwechsel wurde erneut Tabel glänzend in Szene gesetzt, doch sein feiner Heber ging dicht am Tor vorbei. Mit 1:0 ging es dann in die Halbzeit.

Der dort gereichte Pausentee wirkte bei unseren Jungs. In der 46. Minute stand Geberlin halbrechts frei, fackelte nicht lange – 1:1! Doch die Freude währte nicht lange. Lubowicki nutzte einen Itzehoer Abwehrfehler, kam unbedrängt zum Schuß – 2:1 für Lunden in der 52. Minute. Nun ging es hin und her mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Einerseits wollte Lunden mit einem 3:1 für die Vorentscheidung sorgen, doch der ISV hielt dagegen und drängte seinerseits auf den Ausgleich. Der dann in der 65. Minute auch fiel. Foulspiel von Lunden im eigenen Strafraum – Elfmeter! Strafstoß-Spezialist Leskien ließ sich nicht beirren: 2:2 für den ISV!

Dann der Schockmoment des Spiels. In der 70. Minute wurde Geberlin attackiert, der schreiend zusammenbrach. Ein Notarztwagen wurde gerufen, der ISV-Stürmer musste auf einer Liege ins Heider Krankenhaus verbracht werden. Erste vorsichtige Prognosen direkt auf dem Spielfeld legten den Verdacht auf Kreuzbandriss nahe. Die Partie blieb rund 30 Minuten unterbrochen.

Die letzten 20 Minuten nach Wiederanpfiff hatten weiterhin einige dramatische (Spiel-) Szenen zu bieten. Freistehend köpfte Lotz den Ball über den Lundener Kasten. Danach chaotische Szene im ISV-Strafraum. Chionidis verließ das Gehäuse, kam nicht an Ball, der danach folgende Schuß aufs verwaiste  Itzehoer Tor konnte auf der Linie abgewehrt werden. Es roch nach (unbeabsichtigtem) Handspiel des Itzehoer Verteidigers, ein Schiedsrichterpfiff blieb glücklicherweise aus.

Nach einer hektischen Schlußphase dann der Abpfiff – vom kämpferischen Einsatz her hatten sich unsere Jungs den Punkt absolut verdient. Lunden war allerdings dank der klareren Chancen dicht dran am Heimsieg. Zum Abschluss an dieser Stelle gute Besserung an Johannes Geberlin, mit der Hoffnung, dass eine entgültige, möglichst positive Diagnose die baldige Rückkehr auf den Fußballplatz zulässt!