„Eine erfolgreiche Saison wird immer in der Kabine entschieden“

Kreisligasaison 2016 / 17:  Wie ist die Stimmung in der Mannschaft, und was hast du für erste Eindrücke?

Die Stimmung im Team ist wirklich sehr, sehr gut. Der Auftakt ist uns gelungen. Gerade weil man zu Beginn nicht weiß, wo man steht nach einer langen und trainingsintensiven Vorbereitung. Wir müssen hart weiterarbeiten. Vor allem müssen wir uns immer auf die kommenden Aufgaben konzentrieren.

Wo siehst du für diese Saison die Zielsetzung fürs Team und darüber hinaus?

Wir wollen Platz vier zu erreichen und und in der neuen Verbandsliga mitspielen. Wenn uns das gelingt, dann wäre es eine Super-Saison,  und für mich persönlich natürlich ein wunderbarer Einstieg. Also ganz klar hier noch einmal festgehalten: Unser Ziel ist Platz vier und damit die Qualifikation für die dann neu zusammengesetzte Verbandsliga.

Wo siehst du aktuell noch Defizite, bzw. woran muss jetzt und in der Zukunft noch gearbeitet werden? Worauf legst Du dein Augenmerk – nach den ersten Eindrücken – für die kommende Trainingsarbeit?

Die größten Defizite finden sich bei uns noch im Defensivbereich. Wir sind einfach noch zu anfällig bei langen Bällen, da haben wir in der Vorbereitung noch unsere Probleme gehabt. Wir müssen sicherer werden im Defensivbereich. Aufgrund von Urlaub und Verletzungen gibt es Stammkräfte, die wegen Verletzungen in den letzten sechs Wochen nicht voll oder erst sehr spät wieder mittrainieren konnten.  Die Saison ist lang und hart, und dafür müssen wir körperlich die Voraussetzungen für eine Top-Fitness schaffen.

Gibt es unter den – ich nenne es mal ‚großen Trainern‘ wie etwa Guardiola, Klopp, Heynckes etc. – jemanden, dessen Arbeit du besonders schätzt und womöglich etwas für die eigene Arbeit heranziehen kannst?

Grundsätzlich versuche ich, mein eigenes Ding zu machen. Man muss sich natürlich weiterentwickeln, was Trainingsintensitäten und Übungen angeht. Das mache ich auch, und schaue mir gern das eine oder andere Neue dann ab. Aber letztendlich habe ich da kein spezielles Trainer-Vorbild. Ich habe meine eigenen Vorstellungen vom Fußball, ich habe meine eigene Linie, meinen eigenen Kopf und bin so, wie ich bin. (lacht)

Hast du einen Lieblings-Bundesliga-Verein?

Den HSV!

Unser ISV ist ja eine vollkommen neu zusammengestellte Mannschaft. Wie ist dein Eindruck: Stimmt da untereinander die Chemie, wächst da was zusammen?

Einen Kader mit gleich 35 Spielern betreue ich in dieser Größenordnung erstmalig. Und den tatsächlich zu einer Einheit reifen zu lassen, ist tatsächlich eine Mammutaufgabe. Wobei ich sagen muss, dass wir Spieler verpflichtet haben, die sich untereinander hervorragend verstehen.  Und da ist mir für die Zukunft, was den Zusammenhalt angeht, überhaupt nicht bange. Es kann wirklich eine neue Generation entstehen, die wieder stolz darauf ist, beim ISV zu spielen. Man merkt es bei jedem Training: Die Beteiligung ist hervorragend. Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft.

Gerade der interne Zusammenhalt, das Mannschafts-Gefühl als Einheit: Daran mangelte es oft in der Vergangenheit. Was unternimmst du konkret, um eben diesen Zusammenhalt zu fördern?

Der Zusammenhalt ist für mich nicht nur in der ersten Mannschaft ganz wichtig. Hierzu zählen auch  zweite und dritte Herren dazu, wie ebenfalls der A-Jugend-Bereich. Wir müssen innerhalb dieser vier Teams den Zusammenhalt haben. Nur so kann man überhaupt erfolgreich sein! Die Absprache unter den Trainern muss funktionieren. Auf die Erste bezogen: Wir haben in diesem Jahr eingeführt, nach dem Spiel gemeinsam zu essen zu gehen. Dazu hat sich Vereinslokal, die Patrizier-Stuben hier auf dem Gelände, eingeladen. Nach den Heimspielen gibt es ein Buffet, das – und das möchte ich ausdrücklich betonen – hervorragend ist. Ein großartiges Entgegenkommen der Patrizier-Stuben, und wir alle sagen da gern: Danke! Das Besitzerpaar, Andrea und Andre, kamen auf uns zu mit dieser Idee, die wir natürlich gern aufgenommen haben.

Meiner Ansicht nach wird über eine erfolgreiche Saison immer in der Kabine entschieden. Wenn man sich dort versteht, dort untereinander und miteinander Spaß hat. Wenn man dort  gern sitzt: Vor dem Training,  vor dem Spiel, wenn man sich darauf freut, die Mitspieler wiederzusehen, und auch danach.  Wenn die Chemie in der Kabine stimmt, hast du auch Erfolg auf dem Platz.

Hast du noch einen Wunsch, ein Anliegen, speziell an Fans und Besucher gerichtet?

Was ich mir sehr wünsche, ist, dass Fans und Zuschauer – das gesamte Umfeld  – uns Zeit geben. Wir haben z. B. zwölf Spieler der A-Jugend, die wir in den Herrenbereich integrieren wollen, es handelt sich dabei ausnahmslos um hochtalentierte Fußballer.  Ich hoffe, dass man den Spielern und uns allgemein Zeit gibt, sich als Mannschaft zu entwickeln und den neuen Weg, den der ISV gehen will, unterstützt. Das wäre mein Wunsch!

Lieber Stefan, danke für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg!