Dr. Uwe Heilenkötter – eine nicht alltägliche Geschichte

Von Roger Handorf

Der Hauptdarsteller dieses Portraits ist Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Klinikum Itzehoe und Co-Trainer/Betreuer unserer B-Jugend – sein Name: Dr. Uwe Heilenkötter.

Bei der ersten Begegnung habe ich in Uwe einen sympathischen, fußballbegeisterten Typ gesehen, der einfach viel dr-uwe-helenkoetter-2Spaß daran hat, jungen Menschen im sportlichen und sozialen Bereich ein wertvoller Begleiter zu sein. Einen Chefarzt in unserem Itzehoer Klinikum hätte ich jedoch nie und nimmer in ihm vermutet. „Chapeau“, kann ich nur dazu sagen, denn so viel Understatement in eigener Sache und so viel Engagement für die Jugend in unserem Verein, das ist aller Ehren wert und findet man nicht allzu oft in unserer Gesellschaft!

Uwe Heilenkötter ist 56 Jahre alt und wurde in Münster/Westfalen geboren. Er hatte schon sehr früh den Bezug zum Fußball gefunden, befand sich in mehreren Jugendmannschaften der Stadt und spielte als A-Jugendlicher bei Preußen Münster. Es war für ihn ein absolutes Highlight, im Zweitligateam mitzutrainieren und sich mit Akteuren wie Benno Möhlmann und Werner Fuchs (später sind beide bekannte Trainer im deutschen Fußball geworden) messen zu dürfen.

Uwe hatte jedoch nicht nur den Fußball in seinem Fokus, sondern auch ehrgeizige berufliche Ziele. Nach dem Abitur in Münster zog es ihn Richtung Hamburg, um dort Medizin zu studieren. Er hat parallel zum Studium immer Zeit und Muße gefunden, sich einer Fußballtruppe anzuschließen. So spielte er z.B. beim TSV Ahrensburg, dem SC Sperber und VfL 93, um nur einige Stationen seines Wirkens zu nennen. Doch dann kam das, was schon so vielen Aktiven passierte: Kreuzbandriss und Ende der leistungsbezogenen Karriere im Fußball, und das alles im Alter von 26 Jahren!

Nach seiner aktiven Zeit hat er sich sehr viel mit Jugendmannschaften beschäftigt und in der Nähe seines Wohnortes im Südosten Schleswig-Holsteins diverse Mannschaften trainiert. Unter anderen war dies der SV Eichede, wo auch zwei seiner Kinder kickten.

Dr. Uwe Heilenkötter ist in seinem Beruf außerordentlich erfolgreich und war in dieser Zeit als leitender Oberarzt im Albertinen-Krankenhaus in Hamburg beschäftigt. 2004 nahm er das Angebot des Klinikums Itzehoe an, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtenhilfe zu werden und ist seither in unserer Region verwurzelt.

Der Leiter des Rettungsdienstes in Itzehoe, Volker Böhm, sprach Dr. Uwe Heilenkötter an, ob er nicht Lust hätte, eine Jugendmannschaft im Itzehoer Umfeld zu betreuen. Es handelte sich um die zweite B-Jugend des BSC Nordoe und Uwe nahm die Aufgabe gerne an. Es schlossen sich von 2013 bis 2015 zwei Jahre C-Jugend beim TuS Krempe in der dr-uwe-heilenkoetter-4Verbandsliga an. Die dortige Leistungsriege löste sich auf und die Jugendabteilung des ISV wurde für unseren „Doc“ auf einmal interessant. Er ist mit Beginn der Saison 2016/17 neben „Headcoach“ Andreas Kiel als Co-Trainer aktiv und vom Neuaufbau der Jugendabteilung des Itzehoer SV überzeugt. „Alle Altersklassen im Jugendfußball anzubieten und mit Leben zu erfüllen, sollte dem ISV gelingen“, so Uwe Heilenkötter.

Er ist verheiratet und Vater von 6 Kindern, die neben seinem verantwortungsvollen und zeitintensiven Beruf auch ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Verantwortung abfordern. Dies ist letztlich auch der entscheidende Grund, warum er beim Fußball „nur“ in der Assistenz tätig sein kann und will.

Wir, der Itzehoer SV, sind glücklich solch einen tollen, engagierten Mann im Verein zu haben, der mit hoher sozialer Kompetenz aufwartet und jungen Menschen Unterstützung bietet!